Besetzung
Annemarie Knaak, Imogen Kogge, Jutta Lampe, Chrstine Oesterlein, Lipgart Schwarz, Branko Samarowski, ernst Stötzner, Gerd Warmel
Stab
Regie
Peter Stein
Drehbuch
Jean Racine
Kamera
Günter Clames
Schnitt
Karin Fleckner
Ton
Hans- Jürgen Fickel
Szenenbild
Lucio Fanti
Produzent
Regina Ziegler
Infos
Sender
ZDF
Genre
TV Play
Länge
150 min.
Phaedra
1988

Hippolytos, der Sohn von Theseus und der Amazonenkönigin Antiope, will Troezene verlassen, um seinen Vater zu suchen und gleichzeitig vor der Liebe zu fliehen, die ihn zu Arikia, der Gefangenen seines Vaters, erfaßt hat. Phädra, die zweite Gattin des Theseus, ist von verzehrender Liebesleidenschaft zu Hippolytos beseelt und gesteht in großer Verzweiflung ihrer Amme Onone ihre verbrecherische Neigung. Phädra will am liebsten sterben. Die Nachricht von Theseus' Tod verändert die Situation. Onone überredet die Königin, nunmehr ohne Scham ihre Liebe zu gestehen. Phädra folgt diesem Rat. Doch Hippolytos wendet sich entrüstet von ihr ab und will mit Arikia fliehen, um ihr, die durch ihre Geburt einen Anspruch auf den athenischen Königsthron hat, zu ihrem Recht zu verhelfen. Die Heimkehr des Theseus, der fälschlich totgesagt war, treibt die Handlung zur Katastrophe. Phädra läßt sich von Onone überreden, es zu dulden, daß Hippolytos bei Theseus durch den Mund der Amme des Verbrechens angeklagt wird, dessen Phädra selbst schuldig ist. Theseus rast vor Wut und verweist Hippolytos, der edel genug ist, zu schweigen, des Landes. Phädras Seelenqualen werden noch dadurch erhöht, daß sie von der Liebe Hippolytos' zu Arikia erfahren muß. Noch ehe Theseus völliges Licht in das Dunkel der Liebesbeziehung gebracht hat, erfüllt sich der Fluch, den er auf das unschuldige Haupt des Hippolytos von Poseidon herabbeschworen hat. Theramenes berichtet von dem furchtbaren Ende des unglücklichen Jünglings: ein Meeresungeheuer hat ihn mit giftigem Hauch getötet. Phädra vollzieht die Sühne für ihre Schuld an sich selbst, indem sie Gift nimmt. Die Amme Onone hat sich schon vor ihr durch Sturz ins Meer getötet. Der erschütterte Theseus kann nur noch Arikia an Tochterstatt annehmen und damit einen letzten Wunsch des sterbenden Hippolytos erfüllen, der sie durch den Mund des Theramenes dem Schutze des Königs anvertrauen ließ.
(Reclams Schauspielführer)