Besetzung
Christine Neubauer, Remo Girone, Thomas Loibl, Ulrich Gebauer, Tina Engel, Emily Behr Mareike Carriére u.a.
Stab
Regie
Marcus O. Rosenmüller
Drehbuch
Henriette Piper, Gabriele Scheidt, Marcus O. Rosenmüller nach dem gleichnamigen Buch von Martha Schad
Dramaturgie
Marion Klann
Kamera
Klaus Merkel
Schnitt
Raimund Vienken
Ton
Gregor Voigt
Musik
Hans Franek
Szenenbild
Heike Bauersfeld, Marcus A. Berndt
Kostümbild
Mirjam Muschel
Maske
Gabi Trutz, Manhard Kruse
Licht
Jürgen Bauer
Casting
Bo Rosenmüller
Produktionsleitung
Heidi Schuller
Producer
Nanni Erben
Ausführender Produzent
Wolfgang Hantke
Koproduzent
Zieglerfilm Köln, Beta Film
Produzent
Regina Ziegler
Redaktion
Hans-Wolfgang Jurgan
Infos
Sender
ARD
Genre
2 Part TV-Movie
Gottes mächtige Dienerin
2009
Nie hatte eine Frau im Vatikan so viel Macht wie die Ordensschwester aus Altötting. Vierzig Jahre stand sie in einer Welt, in der es Frauen kaum gab, an der Seite von Papst Pius XII.

Die junge Ordensschwester Pascalina (Christine Neubauer) wird in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von ihrer Oberin Tharsilla Tanner (Tina Engel), trotz vieler Vorbehalte gegen sie, nach München geschickt, um Nuntius Eugenio Pacelli (Remo Girone) den Haushalt zu führen – für Pascalina eine schicksalhafte Begegnung. Sie wird zu seiner Privatsekretärin und persönlichen Referentin – bis ihre Mitschwestern sie beschuldigen, auch im Schlafzimmer des Nuntius ein und aus zu gehen. Pascalina wird zurück ins Mutterhaus gerufen, soll beichten und sich erneut zu ihrem Gelübde bekennen. Entrüstet weist sie dies zurück. Sie ringt, auch mit Gott, um den richtigen Weg. Mithilfe von Kardinal Faulhaber (Ulrich Gebauer) kann sie Pacelli, mittlerweile zum Kardinalstaatssekretär ernannt, nach Rom folgen. Dort ist Pascalina seiner neuen, rechten Hand, Monsignore Wilson (Wilfried Hochholdinger), ein Dorn im Auge. Frauen haben im Vatikan nichts zu suchen! Seine Versuche, ein Treffen zwischen ihr und Pacelli zu verhindern, scheitern. Ihre Anmerkungen auf einem Vertragsentwurf landen auf dem Tisch von Papst Pius XI., der vom wachen Verstand der Ordensschwester begeistert ist. Er erlaubt ihr, als erste Frau innerhalb der Mauern des Vatikans zu wohnen. Doch nicht nur Pater Wilson macht Pascalina das Leben schwer, bald geht es um ganz andere Konflikte. Pacelli sorgt mit seiner kritischen Enzyklika „Mit brennender Sorge“ für politischen Unmut in Nazi-Deutschland, was in der Folge zu starken Repressionen gegenüber Kirchenvertretern führt. Wenig später stirbt Pius XI. , Pacelli wird zum neuen Papst gewählt. Pascalina wird durch eine Intrige Wilsons in der Öffentlichkeit bloßgestellt. Doch statt ihrer Bitte um Entlassung zu entsprechen, wird sie beauftragt, ein päpstliches Hilfswerk aufzubauen. Als Pius XII. endlich seine Neutralität gegenüber den Nazis aufgibt, mobilisiert Pascalina all ihre Kräfte für die Rettung der römischen Juden. Erst 1958 – als Papst Pius XII. stirbt – verlässt Pascalina mit einem kleinen Koffer den Vatikan – für immer.