Besetzung
Christine Neubauer, David C. Bunners, Luca Zamperoni, Franziska Walser, Sabine Vitua u.a.
Stab
Regie
Hartmut Griesmayr
Drehbuch
Natja Brunckhorst, Bearbeitung Jacqueline Tillmann
Kamera
Rolf Greim
Schnitt
Katja Dringenberg
Ton
Claudio Vargas
Musik
Joe Mubare
Szenenbild
Jochen Schumacher
Kostümbild
Jutta Krämer
Maske
Gabi Trutz
Produktionsleitung
Frank Salmon
Producer
Nanni Erben
Ausführender Produzent
Wolfgang Hantke
Produzent
Regina Ziegler
Redaktion
Hans-Wolfgang Jurgan
Infos
Sender
ARD
Genre
TV-Movie
Wie ein Stern am Himmel
2010

Da sie selbst keine eigenen Kinder haben können, bemühen sich die medizinische-technische Assistentin Marlen (39) Born und ihr Mann Henning (48) seit einiger Zeit ein Kind zu adoptieren. Als die beiden endlich eine Zusage von der Adoptionsstelle erhalten, sind sie außer sich vor Freude. Unmittelbar macht sich das Ehepaar auf nach Puerto Montt in Chile. Bis zur Adoption der siebjährigen Araceli ist es jedoch noch ein weiter Weg. Erst in einigen Wochen wird ein Richter über den Antrag der Borns entscheiden.
Die ersten Begegnungen zwischen den Borns und der Siebenjährigen sind nicht einfach: Als Araceli die Deutschen im Kinderheim erblickt, nimmt sie Reißaus. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt es Marlen jedoch, das Eis zu brechen. Nach einem gemeinsamen Tag am Strand schließt das Mädchen das Ehepaar ins Herz. Auch Marlen und Henning sehen in Araceli bereits ihr ersehntes Kind; bis sie die schlechte Nachricht erreicht, dass es formale Probleme mit den Adoptionsunterlagen gibt. Um sich von den aufkommenden Schwierigkeiten abzulenken, unternimmt Marlen einen Spaziergang, bei dem sie den attraktiven und charmanten Ignatio trifft.
Beim nächsten Besuch im Kinderheim erfahren die Borns, dass eine Grippe im Heim grassiert. Araceli ist stark geschwächt und hat hohes Fieber. Widerwillig und besorgt um das Wohl der Kinder kehren Marlen und Henning zurück in ihre Pension. In der darauffolgenden Nacht beobachtet Marlen, wie Krankenwagen in Richtung des Kinderheimes fahren. Panisch eilt sie mit ihrem Mann ins Krankenhaus. Dort erfahren sie, dass die Kinder an Meningitis erkrankt sind und in Lebensgefahr schweben. Der zuständige Arzt Dr. Juan Alcantara Feren steht vor einem Rätsel, als das von ihm verabreichte Antibiotikum wirkungslos bleibt. Die Anspannung droht Marlen und Henning über den Kopf zu wachsen. Es kommt zum Streit. Darüberhinaus versucht Marlen als MTA alles ihr Mögliche, um herauszufinden, warum die Antibiotika nicht helfen. Allmählich beginnt sie zu vermuten, dass die Kinder über ihre Nahrung eine Resistenz gegen die verabreichten Antibiotika entwickelt haben. Dieser Anhaltspunkt bringt Marlen auf die Idee, dass der in Chile gezüchtete Lachs, der oft auf dem Speiseplan des Kinderheims steht, die Ursache für die Resistenz sein könnte. Wenn es Marlen gelingt, an eine Probe des Fisches zu gelangen, könnte sie damit ein Antibiotikum bestimmen, das bei den Kindern anschlägt. Marlens Bemühungen auf dem hiesigen Markt Informationen über die Herkunft der Fische einzuholen, scheitern jedoch. Im Ort stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Niemand möchte den Namen des mächtigen Lachszüchters preisgeben, der seinen Fischen Unmengen von Antibiotika verabreicht. Erst von Dr. Feren erhält Marlen die Adresse des Lachszüchters Orotava Fuertu. Marlen versucht, sich unbemerkt auf die Lachsfarm zu schleichen und dort eine Probe des Fisches zu ergattern. Bei ihrem Versuch wird sie erwischt. Zu ihrem Erstaunen sieht sie sich ihrer flüchtigen Bekanntschaft gegenüber, die sich als rücksichtsloser Betreiber der Lachsfarm entpuppt – Ignatio Orotava Fuertu. Dass Marlen mit ihrer Recherche seinen maß- und gewissenlosen Umgang mit Antibiotika aufdeckt, ist ihm ein Dorn im Auge. Marlen kann ihm und seinen bewaffneten Handlangern jedoch entfliehen. Eine Probe des Lachses erbeutet sie nicht.
Auch Henning erkennt den Ernst der Lage. Die beiden haben nur noch ein Ziel: Sie wollen die Kinder heilen. In einer riskanten Tauchaktion gelingt es Marlen, eine Probe des Lachses zu erbeuten, die sie im Labor des Krankenhauses analysiert. Ein Wettlauf mit der Zeit, denn schon am nächsten Morgen sind die Borns beim Richter vorgeladen, der über den Adoptionsantrag des Ehepaares entscheiden soll. Nachdem Marlen die ganze Nacht fieberhaft abreitet, gelingt es ihr in letzter Sekunde, ein Antibiotikum für die Kinder zu bestimmen. Erschöpft eilt sie in den Gerichtssaal, wo Henning bereits auf sie wartet. Als der Richter von Marlens aufopferungsvollem Engagement hört, gibt er – trotz seiner anfänglichen Zweifel – dem Adoptionsantrag des Paares statt.
Während Ignatio von der Polizei verhaftet wird, reisen Marlen und Henning gemeinsam mit ihrer genesenen Adoptivtochter Araceli zurück nach Deutschland.