Der steinerne Fluss (1982)

Zwei Kinder einer fünften Klasse erleben stellvertretend den Konflikt zwischen dem Schutz der Umwelt und verkehrspolitischen Zwängen, die von ihren Verteidigern als Fortschritt bezeichnet werden. Annas Vater ist als Planer beteiligt beim Bau der Autobahn Hamburg-Berlin. Bei einer Besichtigung der Baustelle entfernt sie sich mit einem Freund von der Klasse, verirrt sich in einem wildromantischen Bahngelände. Dort wohnt der ehemalige Zauberkünstler Rudi, mit dem die Kinder sich anfreunden und den sie oft besuchen. Die Idylle soll aber bald ein Ende haben, weil der "steinerne Fluss" bald Rudis Behausung erreichen wird. Der soll ins Märkische Viertel umgesetzt werden. Die Kinder können ihn gerade noch von einer Verzweiflungstat abhalten.
Näter trifft den richtigen Ton: Er zeigt den Kindern realistisch, in welch bedrohter Umwelt sie leben. Er zeigt ihnen poetisch, wie erhaltenswert das ist, was sie verlieren sollen. Er zeigt ihnen phantasievoll, dass sie etwas dagegen tun können.

Besetzung

Cora Näter, Marc Näter, Peter Roggisch, Gunter Berger, Monika Ogorekt, Hannelore Carstens, Sabine Lorenz, Peter Schlesinger

Stab

Regie
Thorsten Näter

Drehbuch
Thorsten Näter

Kamera
Jacques Steyn

Schnitt
Thorsten Näter

Ton
Gunther Kortwich

Musik
Günther Fischer

Szenenbild
Holger Scholtz, Frank Tauchmann

Produzent
Regina Ziegler

Infos

Genre
Feature Film

Format
35 mm Farbe

Länge
91 min.

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