Willi und die Kameraden

Im Zeugnis steht: "Schüler Willi Klein träumt, Versetzung unwahrscheinlich." Als dieser Fall schließlich eintritt, Willi sich als Hauptschüler ohne Abschluß einer Gruppe jugendlicher Neonazis anschließt, ist das Ende seiner schulischen Laufbahn bereits Resultat und nicht etwa Ursache seiner Radikalisierung. Willi, die "Null", dem seine Umwelt so wenig zu sagen hat wie er ihr, hat sich da schon längst in eine Welt der Panzer, der heldenhaften Schlachten hinweggeträumt. Weg zum Beispiel aus der anonymen Betonwelt des Berliner Märkischen Viertels, seiner "Heimat", der allein Wandsprüche - sogenannte "Schmierereien" - noch eine persönliche anklagend-aggressive Färbung geben. Da ist kein Halt und keine Wärme, Willis Schritt in die Abkapselung einer Subkultur ist nur eine logische Folge.

Besetzung

Thomas Vahl, Jakob Benz, Silvia Bommert, Heinz Hönig, Arnfried Lerche, Horst Pinnow, Dorothea Moritz

Stab

Regie
Helmut Kopetzky
Buch
Helmut Kopetzky
Kamera
David Slama
Schnitt
Susanne Lahaye, Cornelia Leitner
Musik
Ton, Steine, Scherben
Szenenbild
Jügen Henze
Produzenten
Regina Ziegler

Info

Jahr
1978
Genre
TV Movie
Format
16 mm Farbe
Länge
78 min.