Zeruya Shalev - Das Hohelied der Liebe (2007)

Weltweit fasziniert die israelische Bestsellerautorin Zeruya Shalev die Leser mit ihrer literarischen Erforschung des Mysteriums zwischen Mann und Frau. Von Jerusalem bis Rom, von Peking bis Istanbul identifizieren sich ihre Leser mit den Protagonisten ihrer Trilogie über die moderne Liebe. In über 22 Sprachen sind ihre Bücher übersetzt, allein im deutschsprachigen Raum haben sie eine Auflage von mehr als einer Million. Die Sprachmagierin analysiert profund und schillernd die Irrwege ihrer Liebespaare, lässt sie zunächst zur Hölle fahren, um sie dann mit den gewonnenen Erkenntnissen ihr irdisches Glück erneut erproben zu lassen. Der Film begleitet die studierte Bibelwissenschaftlerin durch ihren Alltag in Jerusalem. Die Stadt übt eine magische Anziehungskraft auf sie aus. Von hier wegzugehen käme ihr nie in den Sinn, obwohl sie 2004 bei einem Selbstmordattentat in ihrem Viertel schwer verletzt wurde. Mit Zeruya Shalev begibt sich der Zuschauer auf eine Reise zurück in ihre Kindheit, nach Beit Berl, den Ort, den sie bis heute vermisst. Und wir werfen einen Blick in ihre Literatenfamilie, treffen Ehemann, Bruder und Eltern. Das zerrissene, in seiner Existenz bedrohte moderne Israel kommt dem Zuschauer auf subjektive Weise sehr nahe durch die Augen der Liebesforscherin, deren Blick ebenso leidenschaftlich wie respektvoll ist – auch dem Fremden gegenüber.

Stab

Regie
Marion Kollbach, Angela Scheele

Kamera
Bella Halben

Schnitt
Sigrid Sveistrup

Produzent
Jasmin Gravenhorst, Tanja Ziegler

Redaktion
Ulrike Dotzer, NDR/arte

Infos

Sender
ARD/arte

Genre
Documentary

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