Willi und die Kameraden (1978)

Im Zeugnis steht: "Schüler Willi Klein träumt, Versetzung unwahrscheinlich." Als dieser Fall schließlich eintritt, Willi sich als Hauptschüler ohne Abschluß einer Gruppe jugendlicher Neonazis anschließt, ist das Ende seiner schulischen Laufbahn bereits Resultat und nicht etwa Ursache seiner Radikalisierung. Willi, die "Null", dem seine Umwelt so wenig zu sagen hat wie er ihr, hat sich da schon längst in eine Welt der Panzer, der heldenhaften Schlachten hinweggeträumt. Weg zum Beispiel aus der anonymen Betonwelt des Berliner Märkischen Viertels, seiner "Heimat", der allein Wandsprüche - sogenannte "Schmierereien" - noch eine persönliche anklagend-aggressive Färbung geben. Da ist kein Halt und keine Wärme, Willis Schritt in die Abkapselung einer Subkultur ist nur eine logische Folge.

Besetzung

Thomas Vahl, Jakob Benz, Silvia Bommert, Heinz Hönig, Arnfried Lerche, Horst Pinnow, Dorothea Moritz

Stab

Regie
Helmut Kopetzky

Drehbuch
Helmut Kopetzky

Kamera
David Slama

Schnitt
Susanne Lahaye, Cornelia Leitner

Musik
Ton, Steine, Scherben

Szenenbild
Jügen Henze

Produzent
Regina Ziegler

Infos

Genre
TV Movie

Format
16 mm Farbe

Länge
78 min.

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