Deutschland eilig Vaterland (2010)

Zum Schluss war es nur noch eine Glaubensfrage: Die einen glaubten es werde nie geschehen, die anderen glaubten daran – aber in ferner Zukunft. Doch alles kam ganz anders als gedacht, so wie es keiner erwartet hatte. Und es war kein vorgezeichneter Weg, der – einmal begonnen – nur noch konsequent zu Ende gegangen werden musste.
Der Weg zur deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 war alles andere als vorbestimmt und hätte – beinahe zu jedem Zeitpunkt – zwischen dem Tag des Mauerfalls am 9. November 1989 und der vollzogenen Einheit auch scheitern können.
Allein schon, dass die spontane Öffnung der Berliner Mauer in der Nacht vom 9. zum 10. November friedlich und ohne Blutvergießen möglich war, grenzt an ein Wunder. Dass sich daraus aber ein Sturzbach der Ereignisse ergeben würde, der in kürzester Zeit alle Hindernisse des kalten Krieges, alle ideologischen Vorbehalte hinwegschwemmen – und in den Einheitsfeiern am 3. Oktober münden würde – wer hätte den Mut zu dieser Vision gehabt? Niemand!

Stab

Regie
Uli Weidenbach

Drehbuch
Uli Weidenbach

Kamera
Ingo Mende

Schnitt
Laszlo Bredy

Ton
Patrick Hickl

Musik
Sergios Roth

Herstellungsleitung
Hartmut Köhler, Leila Kessler

Producer
Marc Müller-Kaldenberg

Redaktion
Carl-Ludwig Paeschke, Guido Knopp, ZDF

Infos

Sender
ZDF

Format
Documentary

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