Die Reise (1985)

Der Film basiert auf dem autobiographischen Roman "Die Reise" von Bernward Vesper, dem Sohn eines berühmten Nazi-Dichters und späteren Lebensgefährten der Terroristin Gudrun Ensslin. Das Buch ist "der Nachlaß einer ganzen Generation" genannt worden, denn dieses Einzelschicksal steht stellvertretend und zur Kenntlichkeit vergrößert für das, was im Kern die ganze sogenannte 68er Generation geprägt hat: Die im Krieg Geborenen lernen zur Zeit des Neuanfangs zu denken, aber statt sich an einem Vaterideal orientieren zu können, haben sie sich mit der Schuld der Väter auseinanderzusetzen. Daraus resultieren die zornigen moralischen Forderungen der Söhne, die- nach den heißen Jahren der Studentenrevolte - in Resignation oder im blinden Hass des Terrorismus enden. Der Film erzählt zwei Kindergeschichten. Die eine, als Rahmenhandlung, erzählt die Flucht eines jungen Vaters mit seinem fünfjährigen Sohn aus dem Terrorismus heraus. Die zweite ist die Kindheits- und Entwicklungsgeschichte dieses Vaters, der aus Opposition zu seinem Nazi-Vater in die Terroristenszene gerät.

Besetzung

Markus Boysen, Corinna Kirchhoff, Claude Oliver Rudolph, Alexander Mehner, Gero Preen, Christa Berndl, Will Quadflieg

Stab

Regie
Markus Imhoof

Drehbuch
Markus Imhoof

Kamera
Hans Liechti

Schnitt
Ursula West

Musik
Franco Ambrosetti

Szenenbild
Götz Heymann

Produzent
George Reinhart, Regina Ziegler

Infos

Sender
WDR

Genre
Feature Film

Format
35 mm, Farbe

Länge
110 min.

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