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Erendira (1983)

An der Existenzform der Titelfigur Erendira werden historische Grunderfahrungen aus der Geschichte der lateinamerikanischen Völker sichtbar: Leibeigenschaft, Vergewaltigung, Ausbeutung und die Utopie von der Erlösung aus dem Elend durch den Sprung in die Zukunft.


Dem Despotismus ihrer Großmutter vermag sich die Heldin aus eigener Kraft nicht zu entziehen. Missbraucht als Dienstmagd, verkauft an Männer und zur Prostitution gezwungen, bleibt sie willenloses Opfer der in Gestalt der Großmutter symbolisierten Mächte der Vergangenheit, bis sie eines Tages der Jüngling Ulysse, in dem der Wandel der Zeiten Gestalt annimmt, befreit, indem er das historisch Überlebte gewaltsam beseitigt. Die Heldin aber folgt nicht dem Werben ihres Befreiers, sondern dem Freiheitsdrang der Menschen und Völker, die da keine anderen Herrscher wollen, sondern gar keine - fürwahr eine unglaubliche Geschichte!

Besetzung

Irene Papas, Claudia Ohana, Michel Lonsdale, Oliver Wehe, Rufus, Blanca Guerra, Ernesto Gomez Cruz, Pierre Vaneck, Carlos Cardan

Stab

Regie
Ruy Guerra

Drehbuch
Gabriel Garcia Marquez

Kamera
Denys Clerval, roberto rivera

Musik
Maurice Lecoeur

Szenenbild
Pierre Cadiou, Rainer Schaper

Infos

Genre
Feature Film

Format
35 mm Farbe

Länge
107 min.

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