Die Wölfe (2007)

In dreimal 90 Minuten erzählt Regisseur Friedemann Fromm die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher aus dem Berlin der Nachkriegszeit, ihre sich auseinander entwickelnden und wieder zusammentreffenden Lebensläufe bis zum Mauerbau 1961 und weiter bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989. Die Filme entstanden als Mischung zwischen Familiensaga und historischer Dokumentation: mit szenischen und dokumentarischen Elementen vor realem, historischem Hintergrund. 

Silvester 1989: Während sich ganz Berlin am Traum von der Wiedervereinigung berauscht, will sich ein junges Paar, sie aus Westberlin, er aus dem Ostteil der Stadt, das Ja-Wort geben. Doch erst vor dem Traualtar wird offenbar, dass die Eltern der Brautleute und deren Freunde durch eine verwickelte und tragische Vorgeschichte miteinander verwoben sind, die Jahrzehnte zurückreicht:


Sommer/Herbst 1948: Nach der Einführung der D-Mark im Westsektor Berlins sind die Zufahrtsstraßen zum Westteil der Stadt durch sowjetische Truppen gesperrt. Zwischen Trümmern, Stromausfällen, Ausgangssperren und Rosinenbombern lernt sich eine Gruppe Jugendlicher kennen. Unter dem Leitspruch „Nichts kann uns trennen, nicht mal der Tod“ gründen sie die Jugendbande „Die Wölfe“. Doch wie West und Ost, so sind auch die Berliner Trümmerkinder aufgeteilt auf die beiden Hälften der Stadt.


„Die Wölfe“ könnten unterschiedlicher nicht sein: Kurt, der Sohn eines Nazi-Mitläufers, der stets ein gutes Geschäft wittert; Lotte, die in einem Bunker für ihren Traumberuf als Sängerin übt und zugleich ihren kleinen Bruder Ralf im Auge behalten muss; Jakob, der die Vernichtungslager der Nazis als einziger aus seiner jüdischen Familie überlebt hat; Silke, ebenso lebenstüchtig wie lebenslustig, die in der ostdeutschen FDJ eine neue Heimat findet, und der vaterlos aufgewachsene Bernd, der mit Jakob um Lottes Gunst buhlt und sich dabei am liebsten auf seine Fäuste verlässt.


Sie alle müssen erkennen, dass sie untrennbar miteinander verbunden sind durch gemeinsame Erlebnisse im Nachkriegsalltag zwischen Trümmerfrauen und Schwarzmarkt, durch die geteilte Erfahrung des Erwachsenwerdens, durch Schwärmerei und Eifersucht, Loyalität und Missgunst. Während Berlin als Zankapfel der Großmächte um sein Überleben kämpft und nur eine Luftbrücke die Versorgung der Westsektoren aufrecht erhält, behaupten sich „Die Wölfe“ in toll-kühnen Abenteuern, die noch weit reichende Folgen haben werden. (Text: ZDF)

Besetzung

Felix Vörtler, Alma Leiberg, Axel Prahl, Barbara Auer, Florian David Fitz, Matthias Brandt, Johanna Gastorf, Neel Fehler, Henrie

Stab

Regie
Friedemann Fromm

Drehbuch
Friedemann Fromm & Christoph Fromm

Kamera
Hanno Lentz

Schnitt
Annemarie Bremer

Ton
Jörg Theil

Szenenbild
Frank Godt

Licht
Michael Beitz

Producer
Katharina Gräfin Lambsdorff

Produzent
Regina Ziegler

Redaktion
Prof. Dr Guido Knopp, Heiner Gatzemeier, Ulrike Grunewald

Infos

Sender
ZDF

Genre
3-Part Doku Fiction


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