Flüchtige Bekanntschaften (1982)

Der Film erzählt eine Alltagsgeschichte, das Wochenende einer geschiedenen Frau, die gelegentlich mit ihren Freundinnen ausgeht und Männerbekanntschaften macht. Es ist eine Frau, die die desillusionierende Erfahrung einer Scheidung hinter sich hat, die versucht, zurechtzukommen und nicht aufzugeben. Weil sie berufstätig ist, hat sie ihr Kind zu ihren Eltern gegeben und die Schuldgefühle, die sie deswegen empfindet, machen sie ungeduldig, unsicher und reizbar. Sie sucht nach menschlicher Nähe, nach neuen Kontakten, macht aber immer wieder die Erfahrung austauschbarer, flüchtiger Gelegenheitsbekanntschaften, in denen die Sexualität sich zur Abwehr von weiterreichenden menschlichen Verbindlichkeiten verkehrt hat. Ihre Partner sind durchreisende Männer, die auftauchen und verschwinden, wie es ihnen passt. 
Suchen und Fliehen - das sind die wiederkehrenden inneren Bewegungen der erzählten Geschichte. Ein Ausweichen vor der Gefahr neuer Enttäuschung, des Leidens einer Tragödie, ohne deren Möglichkeit vielleicht auch das Glück nicht zu haben ist. Und auch immer wieder die vorsichtige spielerische Suche, ein Ausprobieren des Lebens mit gebremster Erwartung, ein Pendeln zwischen Desillusioniertheit und altem unaufgebbarem Wunschtraum. Nicht einfach, in einem solchen Spiel nicht gebrochen zu werden, sondern zu sich selbst zu kommen.

Besetzung

Angelika Domröse, Günter Lamprecht, Dagmar Biener, Christa Berndl, Hannes Messemer, Helmut Berger, Gunter Berger, Martina Herrma

Stab

Regie
Marianne Lüdcke

Drehbuch
Dieter Wellershoff; Bearbeitung Marianne Lüdcke

Kamera
Michael Steinke

Szenenbild
Maciej Putowski

Produzent
Regina Ziegler

Infos

Genre
TV Movie

Format
16 mm Farbe

Länge
103 min.

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