© Ulrike Schamoni

Vita Regina Ziegler

Mit geliehenem Geld und großem persönlichen Engagement produzierte Prof. Regina Ziegler 1973 ihren ersten Film: „Ich dachte, ich wäre tot“ von Wolf Gremm, ihrem späteren Ehemann. Im Laufe ihrer über 45-jährigen Produzententätigkeit folgten rund 500 Produktionen für Film und Fernsehen sowie zahlreiche wichtige nationale und internationale Auszeichnungen. Darunter der Bundesfilmpreis, den sie für „Ich dachte, ich wäre tot“ (Regie: Wolf Gremm) erhielt. Für „Heinrich“ (Regie: Helma Sander-Brahms) wurde sie mit der höchsten deutschen Auszeichnung des Deutschen Filmpreises – der Goldenen Schale – geehrt. Die von ihr produzierte erste deutsche Miniserie „Weissensee“ bekam zweimal den Deutschen Fernsehpreis. Der TV-Zweiteiler „Gladbeck“ wurde 2018 mit dem Seoul International Drama Award als bester Film und für die beste Regie ausgezeichnet. 2019 erhielt der Film insgesamt drei Deutsche Fernsehpreise, u.a. als bester Mehrteiler. 2016 erhält Prof. Regina Ziegler die Ehren-Lola für herausragende Verdienste um den Deutschen Film und in Österreich ehrt man sie mit der Romy in Platin für ihr Lebenswerk. Sie wurde für ihre einzigartige Produzententätigkeit u. a. mit der Berlinale-Kamera (2004), dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1998) und dem Adolf-Grimme-Preis (1999 & 2016), dem International Emmy Award (2009) sowie dem Prix Europa Lifetime Achievement Award (2012), der Goldenen Erbse 2016 für soziales und kulturelles Engagement sowie im Jahr 2018 mit dem Carl Laemmle Produzentenpreis ausgezeichnet. Dazu kommen weitere, persönliche Auszeichnungen für ihr Lebenswerk, wie der Innocence in Danger Award (2008) oder der Business Award des Internationalen Wirtschaftsforums, IWF (2015). Das Museum of Modern Art in New York würdigte ihr Schaffen 2006 mit einer Retrospektive – nach Rainer Werner Fassbinder war sie die zweite Filmschaffende aus Deutschland, der diese Ehrung zu Teil wurde. Prof. Regina Ziegler und Tanja Ziegler leiten die Produktionsfirmen Ziegler Film in Berlin, Köln, München und Baden-Baden und betreiben das Berliner Kino filmkunst 66. Im Laufe ihrer beeindruckenden Karriere arbeitete Prof. Regina Ziegler fürs Kino mit Regisseuren wie Volker Schlöndorff („Return to Montauk“), Jo Baier („Henri 4“), Nico Hofmann („Solo für Klarinette“), Susan Seidelman („The Dutch Master“, Oscar-Nominierung), Detlev Buck („Der Elefant vergisst nie“), Mika Kaurismäki („Sambolico“), Andrzej Wajda („Korczak“), Krzysztof Zanussi („Ein Jahr der ruhenden Sonne“), Ulrich Schamoni („Chapeau Claque“), Jos Stelling („Der Wartesaal“, „Die Tankstelle“, „Die Passage“), Jeanine Meerapfel („Malou“), Amos Kollek („Angela“, „Music“) – und immer wieder mit Wolf Gremm, mit dem sie mehr als ein Dutzend Kino- & Fernsehfilme (u.a. „Fabian“ und „Kamikaze 1989“) produzierte. Im Jahr 2018 liefen Verfilmungen nach Bestsellerromanen von Sebastian Fitzek „Abgeschnitten“ und „Passagier 23“ erfolgreich im Kino und im Fernsehen. Weitere Verfilmungen des Bestsellerautors sollen folgen. Zu den aktuellen Produktionen gehören die Verfilmung des Musicalfilms „Ich war noch niemals in New York mit den Songs von Udo Jürgens, der im Oktober 2019 erfolgreich in die Kinos kam, oder dem Fernsehfilm „Stumme Schreie“ nach dem Sachbuch „Deutschland misshandelt seine Kinder von Michael Tsokos und Saskia Guddat, der im November 2019 den Zuschauerpreis beim FernsehfilmFestival Baden-Baden erhalten hat. Im Oktober 2017 erschien bei Bertelsmann ihre Autobiografie „Geht nicht gibt’s nicht – Mein filmreiches Leben“ – das Hörbuch dazu ist in Planung.

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