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Besetzung

Gunter Berger, Edith Clever, Tina Engel, Greger Hansen, Jutta Lampe, Hans Madin, Susanne Meierhofer, Willem Menne, Uta Müller-Fr

Stab

Regie
Peter Stein

Kamera
B. Fiedler, D.Gossow

Produzent
Regina Ziegler

Infos

Genre
TV Play

Format
1 inch MAZ, colour

Länge
Orestie I 156 min. , Orestie I und III 158 min.

Orestie des Aeschylos

1982

Über ein Jahr ist an der Schaubühne die Orestie geprobt worden, bevor das dreiteilige Neun-Stunden-Epos im Oktober 1980 Premiere hatte. Mit verschiedenen Übersetzungen und neuen Textfassungen wurde gearbeitet, um möglichst nah an den Grund der über 2500 Jahre alten Mythologie zu kommen. In der Tragödie von Aischylos geht es im ersten Teil um "Agamemnon" - "Der Schlächter wird geschlachtet". Nach jahrelanger Abwesenheit wird der Sieger von Troja, der König von Argos (Gunter Berger), der seine Tochter Iphigenie dem Krieg opferte, bei seiner Rückkehr von seiner Frau Klytaimestra (Edith Clever) ebenso erschlagen wie seine Kriegsbeute, die Seherin Kassandra (Elke Petri).

In den "Choephoren" - "Der Befreier wird wahnsinnig" - rächt Orestes (Udo Samel) angetrieben von Apollon die Ermordung seines Vaters blutig an seiner Mutter und deren Buhler Aigisthos (Peter Fitz), bestärkt von seiner Schwester Elektra (Tina Engel) und den Klageweibern (Jutta Lampe, Susanne Meierhofer, Christine Oesterlein, Christiane Petersen, Elke Petri).

In den "Eumeniden" schließlich - "Die Vampire segnen die Stadt" geht Orestes, von den Erinyen verfolgt, nach Delphi, um sich von Apollon (Peter Simonischek) mit Tierblut entsühnen zu lassen. Aber erst durch eine Gerichtsverhandlung im athenischen Areopag und die Hilfe der Athene (Jutta Lampe) wird er freigesprochen.
Die Erinyen werden von Athen besänftigt und von den Besten der Stadt (Gerd Wameling, Gunter Berger, Greger Hansen, Hans Madin, Willem Menne, Jean-Paul Rahts, Stefan Reck, Werner Rehm, Ernst Stötzner) bindend aufgenommen.

Ein aktuelles Stück über Anarchie, Despotie und Demokratie, über Matriarchat und Patriarchat, ein Stück über den Instinkt des Fühlens und die Macht der Rede, über Schicksal und Ethik, ein Stück, ein Tag, ein Ereignis. Eine inszenierte Tragödie, die zeitliche Dimensionen sprengt, die Anstrengung ist, den Zuschauer auch physisch fordert, und trotzdem bei jeder Vorstellung ausverkauft ist.
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