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Ein seltsames Paar

2003

Doris Dörrie hat mit Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht "Ein seltsames Paar" für das ZDF produziert.
Heiner Lauterbach, Petra Zieser, Ulrike Kriener, Uwe Ochsenknecht
Felix ist von seiner Frau hinausgeworfen worden und zieht (natürlich nur vorübergehend) zu seinem Pokerkumpel Oscar. Und sofort fängt er an, dessen Leben gründlich durcheinander zu bringen. Denn Oscars Chaos und Felix' Pingeligkeit sind einfach nicht miteinander vereinbar und so weiß Oscar bald, warum sich Felix' Frau von ihm getrennt hat. Freitagabend: Die Pokerrunde ist vereint und freut sich auf eine gute Runde unter alten Freunden: Da ist Oscar, der Besitzer der Wohnung, begnadeter Chaot und Sportredakteur und aus dem einen oder anderen Grund vor einigen Monaten von seiner Frau verlassen. Speck, der Steuerberater, der nicht versteht, wie man so viel Geld beim Pokern verspielen kann, wie Oscar, obwohl man mit den Unterhaltszahlungen Wochen hinterher ist. Marder, der Bulle, der die Jungs eigentlich um ihre vermeintliche Freiheit beneidet, unterm Pantoffel seiner übergewichtigen Mimi steht, ohne sie aber nicht kann . . ., weil er keinen Führerschein hat. Und Vinnie, der in jedem Fall pünktlich gehen muss, um am nächsten morgen seinen Flieger nach Mallorca nicht zu verpassen – Off-Season, extra billig.
Einer fehlt. Ausgerechnet Felix. Felix, der nie zu spät kommt. Der nie etwas vergisst. Der immer die Aschenbecher ausleert. Felix ist zu Hause rausgeflogen. Franzi, seine Frau hatte die Nase voll. Voll davon, dass er hinter ihr und der Putzfrau hinterher putzt. Dass er der größte Hypochonder aller Zeiten ist und im Winter nicht raus geht, wegen der Bakterien. Also ist Felix gegangen, mit dem festen Vorsatz, sich umzubringen.
Die Selbstmordversuche scheitern. Deshalb kommt Felix zur Pokerrunde. Zu spät zwar, aber er kommt. Und weiß nicht wohin. Weshalb Oscar ihn bei sich aufnimmt. Und versucht einen anderen, einen neuen Felix aus ihm zu machen. Einen, der das Leben genießt, sich auch mal gehen lässt, andere Frauen beachtet. Zwei dieser Spezies laden sie sogar zu sich nach Hause ein, und Felix zeigt ihnen unter Tränen Photos von seiner Frau, seinen Kindern und von der sehr aufgeräumten, gemeinsamen Wohnung. Doch Oscar scheitert und die Stimmung zwischen den Beiden erinnert an „Der Rosenkrieg“. Wird auch hier ein Mord passieren? Oscar denkt in jedem Fall ernsthaft darüber nach. Bevor jedoch Schlimmeres passiert, schmeißt er Felix raus. Der geht auch tatsächlich. Und Oscar ist plötzlich sehr einsam . . .
Alte Freundschaften aber halten so was aus. Und außerdem, wie Felix bemerkt: „Ehen werden geschlossen und geschieden, aber das Spiel muss weitergehen.“

Also bis zum nächsten Freitag beim Pokern . . .
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