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Die Moodies

1974

"The Moodies" - das sind fünf Mädchen und ein Junge aus England. Roderich Melvin, Sarah Anne Bean, Polly Eltes, Suzi Adderley, Annie Sloan und Marianne Holiday ziehen - als süffisante Rummelplatz-Revue - eine Schlagerparade der sechziger und siebziger Jahre ab, als große Persiflage.
ein Mann am Klavier: glatzköpfig und totenbleich geschminkt, und die fünf Damen, die abwechselnd Liza Minelli oder Greta Garbo, Elvis Presley oder Hintertreppen-Nieze Groupies oder Humming-Group mimen.
Die Moodies nehmen das Wortgeklingel populärer Schlager wörtlich und entlarven durch grotesken Unsinn den Schwachsinn der gutverkäuflichen Ohrwürmer. Wenn der Piano-Mann "Catch a falling star" anstimmt, fängt ein Sterntalerkind Flittersterne im Kittel auf. Wenn "Over the rainbow" erklingt, wird der dazu passende regenbogenfarbige Stoffstreifen über die Bühne gespannt, und der Glatzköpfige dreht im Tüllröckchen Pirouetten mit der Grazie eines Känguruhs. Die Eulenspiegelei der Truppe ist eine intelligente Parodie und zugleich höchst kurzweilige Unterhaltung.
Alle "Moodies"-Mitglieder haben in der englischen Universitätsstadt Reading ein Studium der bildenden Künste absolviert. Dort lernte man sich kennen und parodierte zunächst "just for fun" auf Studentenparties gängige Popschlager. "The Moodies" sind nicht zuletzt deshalb so erfolgreich geworden, weil sie jedes hinter- oder vordergründige Anliegen weit von sich weisen, weil sie nicht als pseudo-kritische Veränderer, tiefsinnige Blödeler oder hochgestochene Sensibilisten durch die Lande ziehen, sondern schlicht vor Vitalität strotzende Showmacher sind.

Presse:

"Diese Show stellt alles in den Schatten." (B.Z.)

"Die Pop-Sensation." (Hamburger Morgenpost)
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