Besetzung
Fabian Busch, Karl Kranzkowski, Stefanie Stappenbeck, Antonio Wannek, Astrid Meyerfeldt, Anna Böttcher u.v.a.
Stab
Regie
Manfred Stelzer
Drehbuch
Felix Huby
Kamera
Peter Ziesche
Schnitt
Bernd Schriever
Szenenbild
Peter Bausch
Producer
Katharina Lambsdorff
Produzent
Wolfgang Hantke
Redaktion
Hans Janke, Pit Rampelt ZDF
Infos
Sender
ZDF
Genre
TV-Movie
Der Heckenschütze
2007

Kommissar Peter Heiland verschlägt es aus Stuttgart zur Mordkommission nach Berlin. Der tollpatschige Heiland muss sich in der hektischen Metropole erst zurechtfinden. Doch dazu bleibt ihm kaum Zeit, denn ein skrupelloser Heckenschütze hat bereits vier Menschen ermordet und die Polizei tappt noch immer im Dunkeln. Kriminaloberrat Ron Wischnewski kann den Schwaben nicht leiden, doch da drei der Opfer ursprünglich aus Schwaben kommen und Heiland neue Erkenntnisse beizusteuern weiß, beruft Wischnewski ihn in die „Soko Heckenschütze“.
Sascha Gräter hat Geschmack am Töten gefunden. Die Demütigungen, die ihm in seiner Kindheit widerfahren sind, hat er nie verarbeitet. Nun sucht er sich mit Gewalt davon zu befreien. Die Einzige, die ihm bislang auf der Spur ist, ist seine Vermieterin Cordelia Meinert. Die attraktive, einsame Frau fühlt sich hin- und hergerissen: Einerseits fürchtet sie sich vor dem verschlossenen gutaussehenden Mann, der einige Jahre jünger ist als sie und mit einem Gewehr im Kofferraum durch die Gegend fährt, andererseits fühlt sie sich sexuell von ihm angezogen – denn Sascha holt sich, was er will. Doch als er merkt, dass Cordelia über ihn Bescheid weiß, muss er fürchten, verraten zu werden...
Peter Heiland hat in seiner Kollegin Hanna und dem Jongleur Manuel zwei Freunde in Berlin gefunden. Voller Tatendrang macht er sich daran, den Fall neu aufzurollen. Tatsächlich entdeckt er bei Sonja Michel, der Mitbewohnerin des ersten Opfers, die passende Munition im Keller. Aber die Frau, die im Rollstuhl sitzt, kommt als Heckenschütze kaum in Frage und ihr Entsetzen darüber, dass es weitere Opfer gibt, wirkt überzeugend echt. Kaum ist Heiland aus dem Haus, stellt sie ihren Neffen Sascha, den sie nach dem frühen Tod seiner Mutter aufgezogen hat, zur Rede. Dieser verspürt keinerlei Reue. Als sich Sonja Michel, überwältigt von Schuldgefühlen, da sie die Auftraggeberin des ersten Mordes war, selbst tötet, gibt Sascha Peter Heiland die Schuld daran und will sich rächen.
Heiland entgeht nach einem Opernbesuch mit Hanna nur knapp einem Anschlag. Nun weiß er, dass es der Täter auch auf ihn abgesehen hat. Er lockt den Heckenschützen in seine Heimat Riedlingen. Heiland will Sonja Michels Mutter im Altersheim die Nachricht vom Tod ihrer Tochter überbringen. Doch die alte Dame leidet an Demenz. Sie trägt den Namen Gräter und verwechselt Heiland mit ihrem Enkel Sascha, der sie kurz zuvor besucht hat. Heiland kombiniert, dass es sich um seinen ehemaligen Schuldkollegen Sascha Gräter handelt. Er erinnert sich, dass man den schüchternen Jungen der Vergewaltigung bezichtigt hat und ihm von seiner Clique übel mitgespielt wurde. Danach verschwand Sascha aus der Gegend.
Nun weiß Heiland auch, wen Sascha auf seinem Rachefeldzug noch erschießen will. Und als Heilands Großvater Henry ihm offenbart, dass Sascha sein Cousin ist, steuert das Katz- und Mausspiel dem Höhepunkt auf einem gewaltigen Felsen an der Donau zu.