Stab
Regie
Linda Amoulong und Gunther Scholz
Kamera
Andreas Bergmann und Axel Brandt
Schnitt
Anni Berrini
Ton
Alexander Laxhet, Heiko Schulze
Producer
Claudia Bissinger
Redaktion
Gudrun Hanke-El Gomri (SWR), Rolf Bergmann (RBB)
Infos
Genre
Documentary
Alles verspielt - Die Geschichte einer Sucht
2003
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte eines Mannes, den sein Schicksal nach ganz oben und ganz unten geworfen hat. Einer, der von Spiel- und Trinksucht gezeichnet, aber nicht zerstört worden ist.
Er hat als Manager Millionenumsätze getätigt, bevor er wegen Veruntreuung von Firmengeldern aufflog. Er ist abgestürzt und wieder nach oben gekommen und wieder abgestürzt. Er ist süchtig – ist Spieler und Alkoholiker. Oft wusste er nicht, was der nächste Augenblick mit sich bringen würde. Auf die Abstürze folgten bislang rauschhafte Phasen des beruflichen Erfolgs, der großen Geldgewinne. Immer waren und sind Frauen an seiner Seite. Es gab oberflächliche Geschichten, eine konventionelle Ehe, aber auch eine große Liebe. In einem Hamburger Treppenhaus ist er ihr nach einer Trennung hinterhergesprungen, 12 Meter tief – und hat überlebt.
Nach seiner letzten schweren Krise suchte er erfolgreich Hilfe bei der Berliner Suchtselbsthilfe „Synanon“. Heute arbeitet er für eine Möbelfirma, war frisch verliebt und ist inzwischen wieder allein. Und schon wieder hat er 14 Tage getrunken ...
Mit ironischer Distanz reflektiert er seinen Weg, lässt sein Charisma erkennen und ist weit davon entfernt, sich zu bedauern. Er ist kein klassischer Loser. Die Spielsucht teilt er mit vielen, 20 Milliarden Euro werden jährlich legal im Glücksspiel umgesetzt.