Deutscher Filmpreis 1995
1995

1995 "Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da!"
1995, als der Filmpreis soviel Wellen schlug, wie ein Kieselstein, der in einen Teich geworfen wird, bat das Bundesinnenministerium die Berliner Produktionsfirma, die Festlichkeiten neu zu gestalten und vor allem zu verbessern. Dies wurde von Regina Ziegler erfolgreich umgesetzt: Sie produzierte eine Show, die sich an der Oskar-Verleihung in Hollywood orientierte: Live-Gala, Verleihung der Preise mit Entertainment, Gastauftritte mit Stars des Showbusiness, die Einführung des Preises für einen ausländischen Film und die live übertragene Ankündigung der Hauptgewinner in der besten Sendezeit, die zuvor in geheimen Wahlen ermittelt wurden.
Die Verleihung des Deutschen Filmpreises 1995 fand am 9. Juni im Friedrichstadtpalast Berlin statt und fiel in ein besonderes Jahr...
Im November 1895, also genau vor 100 Jahren, führten die Brüder Max und Emil Skladanowsky im Berliner Wintergarten ihre "lebenden Bilder" vor; im Dezember 1895 zeigten die Brüder Louis und Auguste Lumiére mit einem ersten Projektionsapparat elf kurze Filme im Grand Café in Paris; Man hat sich geeinigt, dies als die Geburtsstunde des Kinos zu betrachten.
Kino, das war von Anfang an Kunst und Unterhaltung, populär und avantgardistisch zugleich, und eine Filmfeier im Jubiläumsjahr muß die bewegte Geschichte der bewegten Bilder selbst in bewegenden Bildern, Szenen und Nummern aufnehmen. 100 Jahre Kino waren so unterhaltsam, bewegend, abwechslungsreich und opulent, dass man sie kinogerecht - nur abwechslungsreich, opulent und unterhaltsam spiegeln soll.