Besetzung
Kari Väänänen, Andrea Bloom, Antonio Calloni
Stab
Regie
Mika Kaurismäki
Drehbuch
Mika Kaurismäki
Kamera
Jaques Cheuiche
Schnitt
MIka Kaurismäki
Ton
Dolby SR
Musik
Gabriel Moura
Szenenbild
Tony de Castro
Producer
Mariette Rissenbeek
Produzent
Regina Ziegler
Redaktion
Ronald Gräbe, WDR
Infos
Sender
WDR, ARD, ARTE
Genre
Short Feature
Format
35mm; colour; 1:1.85
Länge
30 min.
Sambolico
1996
Hintergrund
Im letzten Juli, als Mika Kaurismäki für sein Werk in Karlovy Vary geehrt wurde, fragte die Regina Ziegler Filmproduktion, ob er nicht ebenfalls ein „Erotic Tale“ drehen wolle. „Kann ich auch in Rio drehen?“, lautete die
Gegenfrage. Dort verbringt der aus Helsinki stammende Mika die meiste Zeit – und Marcel Camus „Orfeu Negro“ (Goldene Palme in Cannes 1959) zählt zu seinen Lieblingsfilmen. Ein paar Wochen später-sein Thriller „Condition Red“ mit Cyndia Williams (bekannt aus Bob Rafelsons „Wet“) lief gerade im offiziellen Wettbewerb auf dem Filmfestival in Moskau-
präsentierte Mika seine Vorstellung der erotischen Version der Orpheus-Legende. „Sambolico“ sollte in der Samba-Saison, Brasiliens wildester, heißester und turbulentester Zeit, spielen.
Kari Väänänen-bekannt als mittelloser Komponist Schaunard in Aki Kaurismäkis „La Vie de Bohéme » (1991)- spielt einen finnischen Dirigenten, den es nach einem erfolgreichen Konzert an die Copacabana verschlägt. Am Strand lernt er eine junge Frau kennen, die vor einem brutalen Typ davonrennt. Das Treffen gipfelt in einer aufregenden Reise
durch Rios Nachtclubs. Die beiden finden sich plötzlich inmitten von Samba-Gruppen, die sich auf ihren großen Auftritt vorbereiten. Als der Dirigent am nächsten Morgen in seinem Hotelzimmer aufwacht, ist er sich nicht mehr sicher, ob er alles nur geträumt hat. Es stellt sich heraus, dass das junge Mädchen tatsächlich existiert. Aber ist sie nicht ein Er?
Mika Karismäki ist ein Kult-Regisseur mit einer Affinität zum Nihilismus eines Godard und zu amerikanischen B-Movies. Zuvor hatte er mit Kari Väänänen „Amazon“ (1991) abgedreht und 1994 mit Sam Fuller und Jim Jarmusch in Brasilien „Tigero“ fertiggestellt. „Rio ist mein Hausgarten“
Inhalt
Eric, ein erfolgreicher finnischer Dirigent verbringt einen Nachmittag am Strand von Rio de Janeiro.
Was könnte einen Schöngeistigen mehr inspirieren als ein paar gut gebaute Bikini-Mädchen unter der glühenden Sonne? Beim Anblick einer außergewöhnlich attraktiven jungen Frau, die offensichtlich die Hilfe eines starken Mannes gebrauchen kann, verließe jeden Mann die Selbstbeherrschung...
Eric wird zum vermeintlichen Beschützer der Schönen im heißen Nachtleben Rios und muß sich auf ihrer Tour durch überwältigende Samba Schulen, schwüle Nachtclubs und dunkle Gassen gegenüber zwielichtigen Gestalten behaupten. Doch diesen Preis bezahlt Eric gerne, wenn ihn die dunkle Schönheit, mit all ihren Reizen und dem sinnlichen Mund, anschließend im Mondschein belohnt und ihn aller Sinne beraubt. Eine Sekunde im Paradies...

Mika Kaurismäki - Regie
Der 1955 geborene Mika Kaurismäki studierte von 1977 bis 1982 and der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Er ist Mitbegründer der Villealfa Filmproduktion und der Verleihfirma Senso Films. Nach mehreren internationalen Erfolgen gründete Mika Kaurismäki zwei weitere Produktionsfirmen, Marianna Films und Last Border Productions, und ist zusammen mit seinem Bruder Aki für die Organisation des Midnight Sun Festivals im Nordem Finnlands verantwortlich. Er lebt und arbeitet einen großen Teil des Jahres in Brasilien, die übrige Zeit in Finnland. Für Sambolico war er nicht nur als Regisseur, sondern auch als Autor und Cutter tätig.
Filmographie:
1999 Highway Society
1998 L.A. Without a Map
1996 Danske piger viser alt
1996 Sambolico
1995 Condition Red
1994 Tigrero: A Film That Was Never Made
1993 The last border - viimeisellä rajalla
1991 Zombie ja Kummitusjuna
1990 Amazon
1989 Paperitähti
1989 Cha Cha Cha
1987 Helsinki Napoli All Night Long
1985 Rosso
1985 Pimeys odottaa
1984 Klaani - tarina Sammakoitten suvusta
1982 Arvottomat
1982 Jackpot 2
1981 Saimaa-ilmiö
1981 Valehtelija