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Kino

Besetzung

Katja Flint, Xaver Hutter, Paul Faßnacht, Max Volker Martens, Kathrin Kühnel, Waléra Kanischtscheff u.v.a.

Stab

Regie
Bernd Heiber

Drehbuch
Bernd Heiber

Kamera
Konstantin Kröning

Schnitt
Haike Brauer

Ton
Patrick Veigel

Szenenbild
Angelika Wedde

Licht
Theo Oppenländer

Produzent
Tanja Ziegler

Redaktion
Cooky Ziesche, RBB

Infos

Genre
Feature Film

Herzentöter

2006

Von Dieben und Diven auf einer seltsamen Reise durch den Spreewald.
KOBJA (Xaver Hutter) will in wenigen Tagen in Neuseeland ein neues Leben anfangen. Das Geld dafür hat er durch Autodiebstahl verdient. Er hat ein Stück Land angezahlt und das Flugticket in der Tasche. Da eröffnet ihm der Makler, dass es ein höheres Gebot gäbe und der Preis deshalb um fast 10.000 Euro gestiegen sei. Kobja hat drei Tage Zeit, um das Geld aufzutreiben.

Die Suche nach einem lukrativen Auto führt ihn zu einem Hotel am Rand des Spreewaldes. Hier wird gerade ein Film gedreht. Kobja knackt einen BMW, nicht ahnend, dass dessen Fahrer GORAN (Waléra Kanischtscheff ein russischer Autodieb ist. Die betrunkene Schauspielerin MIKITSCH (Katja Flint), die gerade von ihrem Produzenten (Max Volkert Martens) gefeuert wurde, verlässt in diesem Moment das Hotel und hält Kobja für ihren Chauffeur. Als der sie aus dem Auto zu werfen versucht, kommt auch der Russe zurück. Die Flucht vor ihm führt Kobja und die Schauspielerin auf eine Sumpfwiese mitten im nächtlichen Spreewald; festgefahren und ohne zu wissen, wo sie sind.

Ein Mann mit einem Hund taucht plötzlich auf. Das ist HANUSCH (Paul Faßnacht), anscheinend ein Verrückter, der glaubt, Mikitsch sei ein irrlichternder Sumpfgeist in Menschengestalt. Nachdem Mikitsch ihn davon überzeugen konnte, dass sie ein Mensch ist und dass sie und ihr Fahrer sich nur verfahren haben, bietet Hanusch den beiden Unterkunft auf seinem Hof an. In der Nacht erzählt er Mikitsch, dass er den Hof seit Jahren verkaufen will. Aber angeblich verhindert ein regionaler Sumpfgeist, der sogenannter "BLUDNIK", dass sich ein Käufer findet. Hanusch ist besessen von der Idee, dass der Bludnik es auf ihn abgesehen hat. Zu seiner Überraschung ist Mikitsch nicht abgeneigt, ihm Glauben zu schenken. Sie sagt, dass unerklärliche Dinge auch ihr Leben oft zu bestimmen scheinen.

Kobja versucht in den nächsten Tagen den BMW aus dem Spreewald herauszubekommen. Aber immer wieder kommt etwas dazwischen, so dass Kobja zu zweifeln beginnt, ob das alles nur Zufall sein kann. Hanusch weiß, wer dahinter steckt, aber Kobja glaubt nicht an Hirngespinste. Eine junge Frau (Kathrin Kühnel) taucht auf und hilft ihm. Es scheint, als hätte sie etwas übrig für den schweigsamen Fremden. Der Bludnik ist überall.

Mikitsch hat im nahe gelegenen Dorf zufällig einen Bekannten getroffen. Sie übernimmt in dessen fahrender Theatergruppe für einen Abend die Hauptrolle. Sie fühlt sich sehr wohl auf dem Hof. Hanusch und sie entdecken, trotz aller Gegensätzlichkeit ihrer Lebensweisen, eine innere Verbundenheit und Ähnlichkeit ihrer Lebenssituation. Während eines nächtlichen lasziven Tanzes bittet Hanusch sie, bei ihm zu bleiben. Es scheint, als wäre Mikitsch nicht abgeneigt. Sie schmieden Pläne.

Als Kobja endlich mit dem BMW den Hof verlassen kann und seinen Termin sogar zu schaffen scheint, trifft er auf den Russen, der die ganze Zeit hartnäckig seine Spur verfolgt hat. Es gibt einen Kampf auf Leben und Tod. Im letzten Augenblick kommt Kobja ein Stein aus einem Traum zu Hilfe. Schwer verwundet bleibt er irgendwo auf einer Wiese mitten im Spreewald liegen und das Ziel seiner Reise entfernt sich mit jedem weiteren Atemzug.
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