Heinrich (1976)

Wir sehen den jungen Fähnrich Heinrich bei der Ernennung, den musizierenden und dann bereits von den Widerwärtigkeiten des preußischen Militärdienstes empfindlich verstörten. Wir sehen den schwungvollen Franzosenhasser, nehmen teil an den Formulierungsnöten des immerwährenden Bittstellers - um Geld, um ein Amt, um eine Audienz beim Dichterfürsten Goethe -, finden ihn im Wald, aufs innigste verbunden mit Ernst von Pfuel, dem "kleinen, krausen Kopf...". Und andererseits inzestuös seiner Halbschwester Ulrike verbunden, seiner "Penthesilea", der die Röcke weniger gut stehen als die Kavaliershosen. Schließlich der Selbstmord des 34-Jährigen, gemeinsam mit der verständnisvollen Freundin, Henriette Vogel, seinem "Todesengel".
Sterben und Leben des deutschen Dichters Heinrich von Kleist, nicht als geordnete Chronologie, sondern facettenreich und bruchstückhaft erzählt.

Besetzung

Heinrich Giskes, Grischa Huber, Hannelore Hoger, Heinz Hönig, Stefan Ostertag, Sabine Ihmels, Sigfrit Steiner, Lina Carstens

Stab

Regie
Helma Sanders-Brahms

Drehbuch
Helma Sanders-Brahm, Mitarbeit Thomas Mauch, Heinrich Giskes, Volker Canaris

Kamera
Thomas Mauch

Schnitt
Margot Löhlein

Musik
Johann-Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven

Szenenbild
Götz Heymann

Produzent
Regina Ziegler

Infos

Genre
Feature Film

Format
35mm

Länge
133 min.

Auszeichnugen
Prädikat "wertvoll", Goldene Schale (Deutscher Filmpreis 1977), Filmband in Gold für das beste Drehbuch

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