Besetzung
Astrid Ofnr, Ursula ofner, Libgart Schwarz, Werner Rehm
Stab
Regie
Jean-Marie Straub
Drehbuch
Danielle Huillet, Jean - Marie Straub
Kamera
William Lubtchansky
Produzent
Regina Ziegler
Infos
Sender
Hessischer Rundfunk
Genre
Feature Film
Länge
102 min.
Antigone
1992

Antigone und Ismene, die einzigen überlebenden Kinder von Oedipus, diskutieren über ein von ihrem Onkel Kreon erlassenes Edikt, das die Beerdigung ihres Bruders Polyneikes verbietet: Polineikes hatte die von seinem Bruder Eteokles angeführte Heimatstadt Theben angegriffen und im Kampf töteten sich die beiden Brüder gegenseitig. Kreon, der neue Herrscher im Staat, dachte Eteokles eine angemessene Beerdigung zu, während er Polyneikes, der sich seiner Ansicht nach im Unrecht befunden hatte, als Ermahnung den Hunden und Vögeln zum Fraß überlassen wollte. Antigone will diesem Edikt, das bei Nichteinhaltung mit dem Tode bestraft wird, nicht folgen, da es sich gegen das Gesetz der Götter und gegen das Familienrecht stellt. Antigone beerdigt Polyneikes, wird jedoch von Wächtern ergriffen, als sie ein zweites Mal am Grab erscheint. Ihre Gefangennahme setzt dann eine Folge von Konfrontationen in Gang: Kreon läßt sich, versteift auf seine Legitimation als Herrscher, von Antigones rationalen Argumenten nicht überzeugen und ordnet an, Antigone lebendig einzumauern. Haemon, der Sohn Kreons und Verlobte Antigones versucht vergeblich seinen Vater umzustimmen. Schließlich kommt eine scheinbare Wendung zum Guten zustande, als Theiresias, der alte Hellseher,prophezeit, daß Kreons Götterbeleidigung fatale Folgen haben wird. Kreon versucht seine Anordnung rückgängig zu machen, sieht sich aber mit einer dramatischen Wendung konfrontiert: Antigone hat sich in ihrem Kerker aufgehängt, Hämon hat sich nach der schrecklichen Entdeckung selbst erstochen und auch Kreons Frau hat sich selbst gerichtet.