Besetzung
Diana Amft, Fritz Karl, Tobias Licht, Edita Malovcic, Armin Rohde, Gregor Bloéb, Aykut Kayacik, Julia Cencig, Sarah Wiener uva.
Stab
Regie
Christian Theede
Drehbuch
Jan Berger
Kamera
Stephan Schuh
Schnitt
Martin Rahner
Ton
Dirk Homann
Musik
Martin Gellner, Werner Stranka, Marco Meister
Szenenbild
Isidor Wimmer
Kostümbild
Monika Buttinger
Maske
Astrid Mariaschk, Nadia Homri
Licht
Stefan Steurer
Produktionsleitung
Cornelia Schmidt-Matthiesen
Herstellungsleitung
Michal Pokorny
Producer
Hartmut Köhler
Produzent
Prof. Regina Ziegler, Stefan Wieduwilt, Klaus Graf, Helge Sasse
Redaktion
Daniel Blum (ZDF), Dr. Heinrich Mis (ORF)
Choreografie
Kim Duddy
Infos
Sender
ZDF, ORF
Genre
Komödie, Musical
Format
Kinospielfilm
Länge
90
Förderer
Filmstandort Österreich, Medienboard Berlin-Brandenburg, DFFF, FFA, Filmförderung Baden-Württemberg, Film- und Medienstiftung NRW, Österreichisches Film, Land Salzburg, Land Oberösterreich
Im weißen Rössl
2012 - Österreich, Deutschland

An einem grauen Herbstabend im heutigen Berlin läuft für Ottilie Giesecke, 34, mal wieder alles schief: erst lässt sie der Typ, mit dem sie verabredet war, im Restaurant sitzen, dann ruft das Seniorenheim an, ihr Vater probe mal wieder den Aufstand. Ottilie fährt sofort hin und kann ihren Papa überreden, den Kampf gegen die Pfleger einzustellen. Wehmütig, ja fast schon selbstmitleidig schwärmt er ihr zum hundertsten Mal von dem Ort vor, an dem er vor Jahrzehnten Ottilies verstorbene Mutter kennen gelernt hat: Im weißen Rössl am Wolfgangssee. Ob Ottilie nicht noch einmal mit ihm dorthin fahren könne? - Natürlich nicht. Schließlich hat sie einen Job, und überhaupt: was soll sie in Österreich. Doch schon am nächsten Morgen wartet eine Überraschung auf sie: Ihr Vater steht vor der Haustür, in der Hand einen Autoschlüssel und auf der Straße steht ein knallroter Oldtimer. Den habe er beim Offiziersskat gewonnen, strahlt ihr Vater. Wer´s glaubt. Erpressen will er sie. Mit Erfolg. Ottilie gibt ihrem schlechten Gewissen nach und macht sich bei strömendem Regen mit ihrem Vater auf in Richtung Österreich.
Kaum erreichen sie das Salzkammergut durchbrechen sie die Regenwand und Ottilie, die eine Tourifalle für Snowboarder erwartet hat, findet sich in einem Land der Wunder wieder: Hier lacht die Sonne vom blauen Himmel, lüpfen die Männer den Hut, zwängen sich Frauen ins Dirndl, singen und tanzen die Menschen bei jeder Gelegenheit. Die Welt ist hier nicht nur in Ordnung, sie scheint perfekt wie in einem 50er Jahre Heimatfilm, wie in einer altmodischen Tourismuswerbung. Nur Ottilie passt als einzige nicht hinein. Mit ihrer modernen Art schockiert sie ihre altbackene Umgebung, will nicht wandern, keine Lieder trällern und ist besonders genervt von einem hartnäckigen Verehrer – einem gewissen Dr. Siedler, der sie bereits nach der ersten Begegnung mit Heiratsanträgen überschüttet.
Um Siedler loszuwerden, bittet sie Leopold, den Oberkellner des Rössls, um Hilfe. Im Gegenzug gibt sie ihm Ratschläge, wie er seine angebetete Chefin Josepha erobern kann, die jedoch allein Augen für Dr. Siedler hat. Ganz abgeklärte Berliner Frau - inklusive aller Frustrationserfahrungen eines professionalisierten Single-Daseins - teilt Ottilie mit dem schockierten Leopold ihre post-emanzipatorischen Frauenversteher-Tipps. Dieser will schließlich Ottilie das Singen beibringen, denn wer nicht singe, der könne auch nicht lieben. So der herrschende Konsens in der verzauberten Rössl-Welt. Zwei Kulturen prallen aufeinander, Verwirrung und Liebes-Chaos sind die Folge und nach turbulenten Tagen ist Ottilie eigentlich froh, dass sie wieder nach Hause fahren kann. Wozu es jedoch nicht kommt, denn ihr Vater weigert sich wieder nach Berlin zurückzukehren und Leopold eröffnet ihr, dass das Rössl in höchster Gefahr schwebe. Sigismund Sülzheimer, einst der schönste Mann am Ort, heute reicher Abrissunternehmer hat Josepha das Hotel abgekauft und will es aus einer ominösen Rachsucht heraus bis auf den letzten Stein niederreißen. Nun ist es an Ottilie, Leopold und Dr. Siedler das Rössl zu retten. Und am Ende zeigt sich: So wie der Grund liegt auch die Lösung aller Probleme in der Liebe...