Ich dachte, ich wäre tot

Eine Siebzehnjährige, die sich den Anforderungen der Eltern, des Chefs und der Freunde nicht gewachsen glaubt, nimmt eine Überdosis Schlaftabletten. Sie wird gerettet und begreift Schritt für Schritt, daß nicht Flucht, sondern Auseinandersetzungen zum Leben führen. Sie findet eine für sich akzeptable Lösung, und sie lernt auch wieder zu lachen. Sie lernt Selbstbehauptung, sie entwickelt ein beträchtliches Geschick, die unüberlegte Einmischung der Eltern in ihre Selbständigkeitsbestrebungen als Konflikt zu verstehen und die richtige Antwort zu finden. Die Eltern müssen das akzeptieren. Es bahnt sich eine offenere und ehrlichere Beziehung zwischen ihr und ihrer Umwelt an.

Sommmergäste

Die Symphonie wird zu einer Kakophonie aus Gesichtern, Gesten und Gesprächen, voller Dissonanzen und Hoffnungen, Trauer und Zärtlichkeit, Zerstörung und Aufbruch, als sich "Datschniki", Sommergäste, auf einer Datscha im Sommer des Jahres 1904 (Gorki) begegnen. Den Impuls zum Verlassen dieser Gesellschaft, in der sich aktives soziales Engagement nicht verwirklichen läßt, gibt eine verwitwete Ärztin, der sich die an ihrem unerfüllten Leben leidende kinderlose Frau eines skrupellosen Rechtsanwaltes anschließt. Ein reicher ehemaliger Fabrikant, der Bruder der Frau und die noch unverheiratete, sich in Malerei und Klavierspiel flüchtende Schwester des Anwalts folgen. Die Frauen aus den beiden anderen brüchigen Ehen bleiben bei ihren Männern.

Kamikaze 1989

Der Fahrstuhl des Konzerns endet im 30. Stock. Durch Zufall entdeckt Polizeileutnant Jansen (Rainer Werner Fassbinder), dass es noch einen 31. gibt. Wer sitzt in dieser obersten Etage, auf die kein Schild hinweist? 
In einem Stockwerk tickt eine Bombe. Jansen hat nur vier Tage Zeit und er geht aufs Ganze. Dem Konzernchef (Boy Gobert) wird die hartnäckige Schnüffelei lästig und er präsentiert ihm einen Täter. Jansen durchschaut das Spiel und setzt seine Arbeit fort.
Von da an wird er von Jäger zum Gejagten, denn der Konzern ist mächtiger als das Gesetz.

Ein Jahr der ruhenden Sonne

Der Film führt zurück in das Jahr 1946, in die wiedereroberten Gebiete im Westen Polens. Dort treffen sich in einer ausgebombten kriegszerstörten Stadt eine polnische Malerin, die mit ihrer Mutter aus Ostpolen im Zuge der Umsiedlung dorthin verschlagen wurde, und ein amerikanischer Soldat, der sich zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in einem Sonderlager für Kriegsgefangene aufhält. Zwischen der Polin und dem sensiblen Amerikaner entsteht eine Liebesbeziehung. Er möchte sie mit nach Amerika nehmen, aber sie hängt an ihrem, vom Krieg hart geschlagenen Land. Sie hängt an ihrer Mutter und kann sich nicht trennen. Enttäuscht, aber seiner polnischen Freundin nach wie vor in Liebe zugetan, verlässt der Amerikaner Polen...

Korczak

Jahre hegte Andrzej Wajda nur eine winzig Hoffnung, einen Film über das Leben und Wirken des polnischen Arztes "Korczak" machen zu können. Ein Mann, der zuletzt auch noch freiwillig mit seinen schutzbefohlenen Waisen in die Gaskammern von Treblinka ging. Andrzej Wajda konnte die Frage der Drehbuchrechte nicht lösen, da die Rechte an zwei Drehbüchern bei einem britischen Produzenten lagen. Eines davon war von Agnieszka Holland, mit dem Wajda das gemeinsame Exil in Paris verbrachte. Regina Ziegler löste dieses Problem. Sie kaufte einfach beide Drehbücher. "Korczak" zollt einem Mann Tribut, der den größten Teil seines Lebens damit verbrachte, einem Ideal zu folgen. 

Solo für Klarinette

Als großer Kinofilm von Nico Hofmann mit enormen Staraufgebot, steht "Solo für Klarinette" für den Beat des vereinigten Berlin. "Solo für Klarinette" zeigt das Gesicht einer Stadt, das jeden Tag ein anderes ist – und nicht immer ein besonders Schönes. Umso leichter fiel der Wechsel von New York - hier ist der Originalroman von Elsa Lewin angesiedelt- nach Berlin. Wo sonst in Europa findet man diesen bizarren Kontrast zwischen Macht und Ohmacht, diese entmutigende Rate von Verbrechen und Morden oder diese trostlosen Kneipen, in denen einsame Herzen nach ein wenig Liebe suchen?

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